Für einen international tätigen Konzern aus der Petrochemie führte GEFEBA eine umfassende OT-Sicherheitsanalyse an 14 KRITIS-relevanten Tanklagerstandorten durch. Ziel des Projekts war es, Transparenz über die vorhandene OT-Landschaft zu schaffen, potenzielle Sicherheitsrisiken systematisch zu identifizieren und eine belastbare Grundlage für zukünftige Audit- und Compliance-Anforderungen zu schaffen. Die Herausforderung bestand insbesondere darin, eine große Anzahl unterschiedlicher Systeme, Netzwerkstrukturen, Softwarestände und Feldgeräte standortübergreifend zu erfassen und zu bewerten, ohne aktiv in die laufenden Produktionsprozesse einzugreifen. Gleichzeitig mussten Risiken hinsichtlich Schwachstellen, veralteter Softwareversionen sowie End-of-Life- und End-of-Support-Zuständen zuverlässig identifiziert und priorisiert werden.
gefeba führte zunächst eine strukturierte Vor-Ort-Aufnahme sämtlicher OT-Netzwerke und eingesetzter Assets durch. Dabei wurden Netzwerktopologien dokumentiert, Hard- und Softwarestände erfasst sowie detaillierte Netzwerkpläne für alle Standorte erstellt. Im Anschluss erfolgte eine umfassende Schwachstellenanalyse. Hierfür entwickelte gefeba eine eigene Softwarelösung, die Informationen aus Hersteller-Advisories, Sicherheitsmeldungen und BSI-Veröffentlichungen automatisiert mit den aufgenommenen Assets und Firmwareständen abgleicht. Die gewonnenen Daten wurden anschließend durch erfahrene OT-Security-Experten bewertet und hinsichtlich Kritikalität, Netzwerkumgebung und möglicher Auswirkungen auf den operativen Betrieb analysiert. Auf dieser Grundlage entstanden priorisierte Handlungsempfehlungen, die sowohl kurzfristige Maßnahmen zur Risikominimierung als auch langfristige Strategien zur Weiterentwicklung der OT-Sicherheitsarchitektur umfassen.
Durch das Projekt erhielt der Kunde erstmals eine vollständige Transparenz über seine OT-Infrastruktur und die damit verbundenen Risiken. Insgesamt wurden rund 1.600 Assets an 14 Standorten erfasst und mehr als 77.000 potenzielle Schwachstellen analysiert. Daraus konnten etwa 150 sicherheitsrelevante Schwachstellen identifiziert und priorisiert werden. Der abschließende Maßnahmenkatalog bildet die Grundlage für interne Entscheidungen, zukünftige KRITIS-Audits sowie die langfristige Verbesserung der Sicherheitsarchitektur. Darüber hinaus entstand die Basis für eine langfristige Zusammenarbeit, in deren Rahmen die identifizierten Maßnahmen schrittweise umgesetzt und die Standorte kontinuierlich sicherheitstechnisch weiterentwickelt werden.
Wir entwickeln maßgeschneiderte Lösungen – von der Analyse über die Engineering-Phase bis zur Inbetriebnahme und Betreuung. Dabei stehen höchste Funktionalität, Termintreue und Langlebigkeit im Fokus
Unsere Projektarbeit wird unterstützt durch Kooperationen mit führenden Technologie-Partnern wie Siemens, Rittal, B&R und Proxmox, die unsere Projektergebnisse technologisch absichern und erweitern.
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